Logo von touched to be. TOUCHED TO BE Raum für tantrisch orientierte Körperarbeit
Ein Mann mit geöffnetem Hemd wird von vielen Seilen umspannt und in alle Richtungen gezogen.

Meine bewusste Entscheidung

Warum nur
für Männer?

Weil Männer Räume brauchen, in denen sie nichts darstellen, beweisen oder leisten müssen.

Männlichkeit neu spüren

Wo Männer einfach da sein dürfen.

Welche Rückzugsorte werden Männern heute eigentlich noch unbewertet zugestanden? Und welche davon kennst du selbst?

Selbstverständlich und gesellschaftlich anerkannt sind Orte des Sports, der Leistung und des Wettbewerbs, in denen Energie abgebaut wird: das Fitnessstudio, die Fankurve im Stadion oder die sprichwörtliche „Garage“, in der man arbeitet, um im Tun zu verschwinden.

Auch der Rückzug hat seinen Platz, das Alleinsein, das Für-sich-Sein. Doch oft geschieht er mit Kopfhörern im Ohr, etwa beim Joggen. Und selbst die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper kommt dann nicht von innen, sondern von außen: Die Smartwatch misst Puls, Tempo und Schlaf und zeigt, was sich noch optimieren lässt. Erkennst du dich darin wieder? Was dabei kaum vorkommt, sind Orte, an denen du einfach da sein darfst, ohne Aufgabe, Rolle oder Erwartung.

Ein weiterer Ort hat keine Wände: das Bild davon, was ein „richtiger“ Mann ist. Es beschreibt ihn fast immer in Bezug auf eine Frau, auf Ehe und Kinder, gegründet auf religiöse und gesellschaftliche Vorstellungen. Das gibt Sicherheit und das Gefühl von Normalität und Richtigkeit. Wer diesen Ort verlässt, verliert diese Sicherheit.

Genau das erlebst du, wenn du beginnst, dir Frei-Räume zu nehmen: Du wirst oft vorschnell als zu weich oder zu wenig zielgerichtet eingeordnet, argwöhnisch beäugt und beurteilt, manchmal sogar moralisch verurteilt. Sobald es zusätzlich um Nähe, Körper oder Berührung geht, besonders von Mann zu Mann, zeigt sich dieses Männerbild noch deutlicher: Einem Mann, der sich von einem anderen Mann berühren lässt, wird schnell unterstellt, schwul zu sein, und das ist als Abwertung gemeint.

Diese Abwertung sagt mehr über dieses Bild aus als über den Mann selbst. Doch sie wirkt: Was eigentlich die Möglichkeit bieten könnte, sich aus vorgegebenen Räumen herauszuziehen, gewissermaßen leer zu werden und sich in einem neuen Raum selbst neu zu begegnen und zu entdecken, wird zu etwas, wofür man sich rechtfertigen soll.

Ich kenne dieses Bild von innen und ein Stück weit auch von außen. Als schwuler Mann habe ich nie ganz hineingepasst, und gerade das hat mich gezwungen, es zu hinterfragen: die Glaubenssätze, mit denen ich aufgewachsen bin, das Bild, das die Kirche vom Körper hat, das verzerrende Männerbild meiner Kindheit, meinen Weg in die Selbstständigkeit und meine eigenen Rollen.

Diese Auseinandersetzung hat Jahrzehnte gedauert und endet auch heute nicht. Heute kann ich mich außerhalb vieler dieser Etiketten bewegen. Viele Männer sind mit einer überlieferten und schablonenartigen Vorstellung von Männlichkeit aufgewachsen und hatten nie einen Anlass, dieses Bild infrage zu stellen. Es galt ja als das allgemeingültige und richtige. Diesen Blick von außen bringe ich mit, wenn du zu mir kommst.

Ein Mann mit nacktem Oberkörper sitzt auf einer Holzbank, neben ihm liegt sein abgelegtes Hemd.

Rolle und Sehnsucht

Die Rüstung ablegen.

So bleiben oft nur jene Rückzugsorte, die gesellschaftlich akzeptiert sind und damit nur einen Teil dessen abdecken, was eigentlich notwendig wäre. Vielleicht bewohnst auch du deinen Körper eher wie ein Werkzeug: Er soll funktionieren, tragen, leisten. Deine innere Welt bekommt im Alltag kaum Platz, sich ohne Bewertung zu zeigen. Nähe erlebst du zwar, aber meist nur innerhalb klar definierter Rollen: in der Partnerschaft, in der Sexualität oder in begrenzter Form in Freundschaften. Berührung ist dabei häufig funktional, auf die Partnerin oder den Partner ausgerichtet, sportlich oder zielgerichtet. Die feineren Ebenen bleiben oft im Hintergrund: die Wahrnehmung von Spannung und Entspannung, das Nachspüren innerer Impulse und das wohlige Erleben der eigenen Sinnlichkeit jenseits von Ziel und Performance.

Wo darfst du deine Rüstung ablegen? Wo darf die Anspannung aus Verantwortung, Alltag und Rolle einfach abfallen? Wo gibt es einen Ort, der weder fordert noch bewertet? An dem dein Körper nicht leisten muss, sondern wahrgenommen werden darf? An dem Berührung nicht an ein Ziel gebunden ist und das, was innerlich da ist, nicht sofort eingeordnet oder kontrolliert werden muss? Vielleicht kennst du ihn nicht oder nur in Ansätzen. Nicht, weil du ihn nicht brauchst, denn eine Ahnung davon schlummert in vielen Männern als stille Sehnsucht nach Veränderung. Sondern weil er selten angeboten und noch seltener bewusst gesucht wird.

Ein äußerer Ort für innere Räume

Ein Raum der Erlaubnis.

Genau hier setzt meine Arbeit an. Ich möchte Männern einen Ort geben, an dem sie sich selbst in Geborgenheit und Würde wiederbegegnen können. Es ist kein Ort der Optimierung, sondern ein Ort der Erlaubnis.

Weil ich nur mit Männern arbeite, kenne ich viele Arten, wie Männer sich sehen, in welchen Abhängigkeiten und goldenen Käfigen sie sich bewegen und wie sie sich verhalten. Zu mir kommen heterosexuelle, schwule und bisexuelle Männer. Manche leben in langen Beziehungen, in denen Berührung fehlt.

Ich erlebe, wie unterschiedlich Männer reagieren, wenn sie in der Massage männlicher Nähe begegnen. Oft nehme ich Veränderungen wahr: Wer am Anfang eher abweisend wirkt, ist danach entspannter und gelöster, auch im Gespräch mit mir. Das gilt längst nicht für alle. Für manche sind mit einem Mann als Gegenüber Verhaltensweisen nicht mehr nötig, die bei einer Frau vielleicht sofort anklingen würden. Andere zeigen sich vielleicht gerade jetzt, etwa der Wunsch, die eigene Männlichkeit zu wahren. Beides darf hier sein.

Du kannst den Seiten von dir begegnen, die im Alltag keinen Platz haben, und den Mut, den du schon hast, in die Tat umsetzen. Lass dich auf das Abenteuer ein, zu schauen, welche Seiten in dir anklingen und plötzlich Raum bekommen. Du entscheidest dich bewusst dafür, dir diese Zeit zu nehmen, für dich und deine Männlichkeit: um sie zu erweitern, neu zu definieren und dem näherzukommen, wer du im Kern bist.

Ein Mann liegt mit geschlossenen Augen entspannt auf einer Matratze, ein anderer Mann legt ihm die Hand auf den Arm.

Was ausgesprochen werden darf

Raum für das Ungesagte.

Ein Mann lehnt mit geschlossenen Augen an einem anderen Mann, der ihn hält und seine Stirn an ihn legt.

Männliche Nähe

Manche Männer, die zu mir nach Freiburg kommen, leben in festen heterosexuellen Partnerschaften, führen Ehen und sind Väter. Vielleicht gehörst du dazu. Dann schlummert tief in dir womöglich eine Sehnsucht, die du dir im Alltag kaum einzugestehen wagst: der Wunsch nach einer homosexuellen Begegnung oder nach körperlicher, nicht platonischer Nähe zu einem anderen Mann. Die Angst vor Verurteilung, vor dem sozial-gesellschaftlichen Pranger oder vor dem Einsturz des gewohnten Lebens hält diesen Wunsch oft jahrelang im Verborgenen.

Die Tantra-Massage von Mann zu Mann bietet hier einen Rahmen, der jenseits eines „Coming-outs“ funktioniert. Hier musst du dich nicht entscheiden oder erklären. Du bist hier einfach ein Mensch mit einem Bedürfnis nach männlicher Nähe. Du musst kein politisches Statement abgeben und keine neue Identität annehmen. Es geht vor allem um die körperliche Erfahrung und die Erlaubnis, die Anziehung zum eigenen Geschlecht fließen zu lassen. Bei mir findest du einen unvoreingenommenen Ort, an dem das Ausleben dieser Sehnsucht in festgelegten Rahmenbedingungen oft einen enormen inneren Druck löst und Männer sich nach einer Sitzung vollständiger fühlen können.

Ein wesentlicher Teil der Antwort auf die Frage nach der Besonderheit meiner Arbeit liegt in meiner eigenen Identität. Die Wege, die du vielleicht gerade erst vorsichtig ertastest, bin ich selbst gegangen. Meine eigene Homosexualität erlaubt es mir, dir mit einer echten, wertfreien Bewunderung für deine Männlichkeit und deinen Mut zu begegnen. Hier triffst du auf jemanden, der deine Sprache spricht, körperlich wie emotional. Das ist meine Basis für einen sicheren, professionellen und tiefgreifenden Raum der Berührung.

Der männliche Spiegel

Es gibt ein tiefes, oft ungestilltes Bedürfnis, das vielleicht auch du schon lange mit dir herumträgst, ohne Worte dafür zu finden: die Sehnsucht nach der Bestätigung durch das eigene Geschlecht. In einer Welt, in der Männer von klein auf darauf konditioniert werden, in Konkurrenz zueinander zu stehen, sich zu vergleichen oder sich hinter Masken der Unnahbarkeit zu verbergen, fehlt fast immer der Moment der echten, bewundernden Spiegelung.

Einen bestimmten archaischen Kern der männlichen Identität kann eine Frau weder verstehen noch erreichen. Die Bestätigung durch einen anderen Mann hat eine andere, archaische Qualität. Sie trifft den Kern. Sie beantwortet die grundlegende, oft unsichere Frage: Bin ich als Mann richtig? Bin ich genug?

Männer suchen diese Antwort zuerst beim Vater. Er ist unser erstes männliches Vorbild, unser Reibungsbild und unsere Identitätsvorgabe. Dabei geht es um weit mehr als um körperliche Merkmale wie die Stärke seiner Muskeln oder die Anatomie seines Glieds. Es geht darum, wie der Vater Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit in seinem eigenen Körper vorlebt: Wie zärtlich geht er mit sich selbst um? Wie gestaltet und kommuniziert er seine Sexualität? Bestätigt er seinen Sohn durch Umarmungen und Berührungen, oder spart er damit?

Ein Sohn braucht die Bestätigung des Vaters, dass er gut ist, wie er ist: Seine Empfindungen sind normal und die Verwirrungen, die Sexualität und Identitätsentwicklung mit sich bringen können, ebenso. Diese Form der körperlichen Erziehung und Gelassenheit kann eine Frau nicht ersetzen, das ist die Aufgabe des Mannes. Wenn dieser Spiegel fehlt, wenn die sexuelle Kommunikation verstummt oder die körperliche Bestätigung ausbleibt, entsteht eine Prägung der Unsicherheit, die oft bis ins Erwachsenenalter hineinreicht.

Wenn du dich in meine Hände begibst, wirst du nicht nur massiert. Du wirst in deiner gesamten männlichen Präsenz urteilsfrei wahrgenommen. Diese befreiende Kraft der Annahme und Bewunderung kann tiefsitzende Unsicherheiten spürbar lockern. Es ist die Erfahrung: Ich bin als Mann durch einen anderen Mann geborgen. Ich bin für einen anderen Mann begehrenswert, wertvoll und werde als Mann anerkannt. Manche Gäste erleben meine Massagen fast wie ein verspätetes Initiationsritual. Es ist der Moment, in dem die Anspannung der Identitätssuche abfällt. In der respektvollen Berührung erfährst du eine Form der Selbstliebe, die allein oft schwer zu erreichen ist. Prägungen, die durch die väterliche Erziehung oder die eigene Rollenunsicherheit entstanden sind, können hier in einem wertfreien Raum ruhen und sich entspannen.

Lust ohne Leistung

Dir selbst gehören.

Deine Lust gehört dir. Sie muss nichts beweisen, niemanden befriedigen und kein Ziel erreichen.

In der Sexualität, wie viele sie gelernt haben, sind die Rollen oft klar verteilt: Der Mann ist der aktive Part. Er gibt, befriedigt, bewegt, dringt ein, er „macht“. Dieses Bild sitzt tief. Doch die ständige Aktivität hat einen Preis: Sie lässt wenig Platz dafür, einfach zu empfangen.

Selbst in einer Partnerschaft erlebst du vielleicht selten Momente, in denen du einfach nur liegen und dich sinnlich beschenken lassen darfst, ohne die unterschwellige Aufforderung, gleich wieder aktiv zu werden oder eine bestimmte Leistung zu erbringen. Und oft beschränkt sich das Verwöhnen sehr schnell auf das Genital, als wäre der Rest deines Körpers unempfänglich für Berührung, Sinnlichkeit und erotisches Empfinden.

Das liegt nicht nur am Mann selbst. Manchmal fehlt beim Gegenüber das Interesse, einen Mann ganz zu entdecken, und der Blick bleibt bei Erektion und Ejakulation. Das kann in Ordnung sein, wenn es für beide stimmt. Doch sinnlich zu berühren will gelernt sein, von Frauen wie von Männern, in heterosexuellen wie in schwulen Beziehungen. Niemand weiß von selbst, was dem anderen guttut. Wenn einer es nicht sagen kann, kann der andere es nicht wissen. Das ist ein Lernfeld für beide.

Am Anfang steht deine eigene Bereitschaft: der Mut und die Neugier, dich mit dir selbst auseinanderzusetzen, dich weiter und tiefer zu erkunden und an deinem Körper Bereiche zu entdecken, die du lustvoll empfinden kannst. Ohne diesen ersten Schritt geht es nicht. In einer Partnerschaft ist es wunderbar, wenn beide diese Bereitschaft mitbringen. In den Kursen, in denen ich die Tantra-Massage gelernt habe, waren viele Paare, die das miteinander gelebt haben, aber auch Singles. Wer als Paar einen solchen Kurs besucht, hat meist vorher schon gespürt, dass da ein Bedürfnis ist. Manche spüren es deutlich, andere kaum. Manche verdrängen es, und manche haben es vielleicht nicht, aber auch das ist in Ordnung.

Kannst du deinen ganzen Körper als empfangend erleben? Und was passiert, wenn der Druck, der aktive Part zu sein, ganz wegfällt?

Die Wiederentdeckung männlicher Eigenliebe

Auch bei der eigenen Lust wirkt das alte Männerbild: Sie scheint erst durch ein Gegenüber ihre Berechtigung zu bekommen, durch die Partnerin oder den Partner, den ein Mann befriedigt. Viele Männer befriedigen sich deshalb im Stillen und schämen sich dafür, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Bei mir steht deine eigene Lust im Mittelpunkt, und als Mann kenne ich sie von mir selbst. Warum Selbstbefriedigung kein Mangel ist, sondern ein Zeichen von Lebendigkeit, beschreibe ich in meinem Blogartikel „Selbstliebe ist kein Mangel“.

Kein neues Muss

In Tantra-Kreisen hört man oft, ein Mann solle seine Erregung halten, statt zu ejakulieren. Ich halte nichts davon, aus Lust eine neue Leistung zu machen. Bei der achtsamen Massage des Intimbereichs, vielen als Lingam-Massage bekannt, ist der Orgasmus nicht das Ziel, aber er ist auch nicht verboten.

Nach der langen Massage davor ist bei manchen Männern der ganze Körper warm und gut durchblutet, bei anderen vor allem das Becken. Ich nehme diese Wärme auf und verteile sie mit meinen Händen in den übrigen Körper. Wie sich das anfühlt, ist bei jedem anders. Kommt es dabei zum Orgasmus, ist das ein Geschenk. Viele Männer erleben ihn nach so langer Berührung stärker, tiefer und länger, und danach breitet sich Entspannung im ganzen Körper aus. Für manche ist das ein großartiger Abschluss, auch wenn es nicht das Ziel war.

Weil ich es selbst kenne

Was Männern oft fehlt, weiß ich, weil ich es selbst erlebt habe. Ich weiß, was ein Mann empfinden könnte, wenn sich nur jemand die Mühe machte, sich ihm zuzuwenden, ihm Zeit zu schenken und seinen Körper aufmerksam und liebevoll zu entdecken.

Ich weiß, wie sehr sich viele Männer über Penis, Erektion und Ejakulation definieren und welche Rolle das Kommen für sie spielt, weil ich es von mir selbst kenne. Und weil ich einen männlichen Körper habe, weiß ich, wo erogene Zonen sitzen können und wie man sie berührt. So kann ich versuchen, diese Stellen bei einem anderen Mann zum Leben zu erwecken und ihm Empfindungen zu zeigen, die er so vielleicht noch nicht kannte.

Ein Mann sitzt mit geschlossenen Augen in einem Korbsessel und legt die Hände auf Brust und Bauch.

Meine Haltung

Meine Antwort.

Während viele Studios Tantra-Massagen als allgemeines Angebot für jedes Geschlecht führen, habe ich mich bewusst für eine konsequente Ausrichtung auf Männer entschieden.

Diese Entscheidung ist meine Antwort auf das, was ich als Kind erleben musste. Ein gesundes Bild davon, wie ein Mann mit Nähe und Körper umgeht, wurde mir nicht vorgelebt, sondern ein zutiefst verzerrtes. Was mir damals niemand geben konnte, gebe ich heute anderen Männern: eine achtsame, aufmerksame Berührung, die keine Grenzen überschreitet und nicht verletzt. Ich trage dafür Sorge, dass du bei mir in Sicherheit loslassen kannst. Hier geschieht nichts, was du nicht willst.

Nichts darstellen
Du musst nichts darstellen und nichts werden.
Wahrnehmen
Du darfst wahrnehmen, was bereits da ist.
Kein Auftrag
Mannsein ist kein Auftrag, den du erfüllen musst.

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