Meine ersten Massagen habe ich noch mit Lunghi gegeben. Doch relativ bald habe ich Griffe dazugenommen, die körpernäher und intensiver sind und die ohne Tuch einfach besser funktionieren. Als ich das Tuch dann weggelassen habe, habe ich sofort gespürt, wie sehr sich die Massage verändert.
Ohne Kleidung massiere ich ursprünglicher, direkter, purer, lebendiger. Der Fluss ist stärker. Ich bin ganz da, und nichts steht mehr zwischen meinem Körper und deinem. Mit dem Tuch fällt auch ein kleines Stück Abgrenzung weg, auch zu mir selbst als Gebendem. Nicht viel, aber ein bisschen.
Für mich ist das männlicher, körperlicher, näher, tiefer, stärker im Hier und Jetzt. Ich bin direkter verbunden mit deinen Gefühlen und Reaktionen und auch mit meinen eigenen.
Und ganz praktisch: Wenn ich eine Erektion bekomme, stört mich das Tuch eher, als dass es hilft.
Bei der Gay-Tantra-Massage gehört meine eigene Nacktheit noch stärker dazu. Dort sind Nähe, Körperkontakt und auch gegenseitiges Berühren bewusster Teil der Begegnung. Da macht es einen deutlichen Unterschied, ob ich angezogen bin oder nackt.